Kurzantwort
Suchst du ein Board, das dich bei hohem Tempo nicht im Stich lässt und jede aggressiv gefahrene Linie mit maximaler Kontrolle belohnt, führt kaum ein Weg am Nitro Team vorbei. Wenn dir dagegen ein unkompliziertes, vielseitiges Allround-Erlebnis wichtiger ist – von Sidehits über Powder bis hin zu spontanem Switch-Riding – , spielt der Bataleon Goliath seine Stärken aus. Beide sind Directional-Twin-Boards mit Camber-Basis, ticken im Fahrgefühl aber grundverschieden.
Vergleichstabelle
| Kriterium | Nitro Team | Bataleon Goliath |
|---|---|---|
| Zielgruppe | Intermediate bis Experten | Intermediate bis Advanced |
| Shape/Profil | Directional Twin, True Camber | Directional Twin, Camber + 3BT |
| Flex | 7/10 – medium bis hart | 6/10 – medium |
| Stärken | Speed, Kantengrip, Pop, Stabilität | Vielseitigkeit, Switch, Sidehits, Powder |
| Handling | Direkt, fordernd, kraftvoll | Zugänglich, agil, fehlerverzeihend |
| Preis-Leistung | Gehobenes Preissegment – sehr gut für ambitionierte Speedfahrer | Gehobenes Preissegment – sehr gut für vielseitige Allrounder |
Gemeinsamkeiten
So unterschiedlich sich beide Boards am Ende auf der Piste anfühlen, so viele Parallelen zeigen sich beim Blick auf die Basis. Beide Hersteller haben spürbar viel Entwicklungsarbeit in ihre All-Mountain-Flaggschiffe gesteckt, und das merkt man schon beim ersten Griff zum Board.
- Directional-Twin-Shape bei beiden Modellen, der Allround-Einsatz vom Groomer bis zum gelegentlichen Park-Lap ermöglicht
- Camber als Basis-Profil, wodurch beide Boards spürbaren Pop und ordentlichen Kantengriff liefern
- Klare Ausrichtung auf erfahrene Fahrer, die ihr Board aktiv einsetzen wollen
- Hochwertige Konstruktion und Materialqualität, wie man sie von etablierten Marken erwartet
- Vielseitigkeit als Grundgedanke – beide sollen mehr können als nur eine Disziplin
Unterschiede im Detail
Design
Beim Shape wird die unterschiedliche Philosophie schnell greifbar. Das Nitro Team bleibt der klassischen Camber-Linie treu und setzt auf einen Reflex Core, der dem Board seine spürbare Steifigkeit und Reaktionsfreude verleiht. Der Goliath dagegen bricht bewusst mit dem reinen Camber-Gedanken: Die 3BT-Technologie (Triple Base Technology) von Bataleon sorgt für eine leicht angehobene Kontur an Nose und Tail, wodurch das Board optisch wie haptisch unmittelbar verspielter wirkt.
Komfort / Handhabung
Auf der Piste trennt sich hier schnell die Spreu vom Weizen. Das Team fordert Präsenz: Wer zögerlich oder zu passiv fährt, bekommt vom kraftvollen Camber wenig geschenkt – wer dagegen aktiv Druck aufbaut, wird mit bissigem Kantengriff und enormem Pop belohnt. Gerade in schnellen, langgezogenen Kurven merkt man, wie sehr das Board von einer klaren, entschlossenen Fahrweise profitiert. Der Goliath geht den entspannteren Weg. Dank 3BT lassen sich Kantenwechsel fast beiläufig einleiten, das Board bleibt auch bei kleineren Fahrfehlern gutmütig und nimmt dem Camber seine typische Härte, ohne dabei an Pop zu verlieren. Selbst nach einem langen Tag auf der Piste merkt man beim Goliath deutlich weniger Ermüdung in den Beinen als beim konsequent geforderten Team.
Ausstattung
Technisch zeigen beide Modelle, wofür sie stehen. Das Team kombiniert True Camber mit Reflex Core und einem Flex von rund 7 von 10 – eine Auslegung, die klar auf Stabilität bei hohem Tempo zielt. Der Goliath setzt bei ähnlichem Camber-Grundgerüst auf die 3BT-Konstruktion und einen etwas weicheren Flex um 6 von 10, was ihm seine bemerkenswerte Zugänglichkeit trotz Camber-Basis verleiht. Ein Punkt verdient dabei besondere Erwähnung: Die 3BT verlangt beim Carven eine relativ zentrale Gewichtsverteilung – wer stark über Nose oder Tail belastet, riskiert beim Goliath eher ein Wegrutschen der Kante.
Leistung
In der Praxis zeigt sich die Handschrift beider Boards besonders deutlich. Das Nitro Team dreht bei hohem Tempo, langen Carves und anspruchsvollem Gelände richtig auf – hier liegt seine eigentliche Spielwiese. Selbst auf vereisten oder unruhigen Pistenabschnitten bleibt es erstaunlich ruhig und lässt sich kaum aus der Bahn werfen. Der Goliath punktet dort, wo Vielseitigkeit gefragt ist: Sidehits, kleinere Sprünge, Powder-Tage und spontanes Switch-Fahren gelingen ihm mit spürbar weniger Kraftaufwand. Auch im Tiefschnee zeigt die 3BT-Kontur ihre Stärke, da Nose und Tail spürbar besser auftreiben als bei einem klassischen Full-Camber-Shape. Wer das Board eher als Reisebegleiter für unterschiedlichste Bedingungen sieht, wird beim Goliath schnell fündig.
Preis-Leistung
Preislich bewegen sich beide Modelle auf ähnlichem, gehobenem Niveau – erwartbar bei zwei Boards mit diesem technischen Anspruch. Die eigentliche Preis-Leistungs-Frage entscheidet sich daher weniger am Etikett als am eigenen Fahrprofil: Wer das Team konsequent aggressiv fährt, holt das Maximum aus der Investition heraus. Wer den Goliath für ein breites Einsatzspektrum nutzt, profitiert von dessen Vielseitigkeit über die gesamte Saison hinweg.
Für wen eignet sich das Nitro Team?
Das Nitro Team ist die passende Wahl für fortgeschrittene bis sehr gute Fahrer, die Wert auf Geschwindigkeit, Kraft und maximale Kontrolle legen.
- Fortgeschrittene bis sehr gute Fahrer
- Viel Piste, Carving und schnelle Turns
- Anspruchsvolles All-Mountain-Terrain, das aktiv gefordert werden will
Für wen eignet sich das Bataleon Goliath?
Das Bataleon Goliath richtet sich an Intermediate- bis Advanced-Rider, die ein möglichst unkompliziertes und vielseitiges Board suchen.
- Intermediate bis Advanced Rider
- Mix aus Piste, Sidehits, Sprüngen, Switch und Powder
- Wer ein spielerisches Fahrgefühl bevorzugt
Unsere Empfehlung
Nitro Team wählen, wenn ...
- du gerne schnell und kraftvoll unterwegs bist.
- du maximale Stabilität bei aggressivem Carving suchst.
- du technisch stark genug bist, um das Board wirklich zu fordern.
Bataleon Goliath wählen, wenn ...
- du ein Board für praktisch jede Situation am Berg suchst.
- dir Sidehits, Sprünge, Switch und Powder wichtig sind.
- du ein zugängliches, fehlerverzeihendes Fahrgefühl bevorzugst.
FAQ
Was sind die größten Unterschiede?
Das Team setzt auf True Camber, einen härteren Flex und eine klare Ausrichtung auf Speed und Carving. Der Goliath kombiniert Camber mit der 3BT-Technologie, ist spürbar weicher und deutlich vielseitiger im Freestyle- und Powder-Einsatz.
Welches Board ist besser für Anfänger?
Für echte Einsteiger sind beide Boards eher zu anspruchsvoll ausgelegt. Der Goliath ist durch die 3BT-Technologie jedoch spürbar zugänglicher und dürfte auch Intermediate-Fahrern schneller Erfolgserlebnisse verschaffen als das eher aggressive Team.
Welches Board bietet das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis?
Beide Boards liegen preislich auf ähnlichem Niveau. Ambitionierte Speedfahrer bekommen beim Team das bessere Gegenwert-Verhältnis, während vielseitige All-Mountain-Fahrer beim Goliath mehr für ihr Geld herausholen.
Welche Alternative gibt es?
Wer ein Mittelding zwischen beiden Charakteren sucht, sollte sich Modelle mit moderatem Camber-Rocker-Hybrid ansehen. Für noch aggressivere Carving-Fans lohnt der Blick auf echte Race- oder Freeride-Boards, für Freestyle-Fans auf weichere Twin-Modelle mit ausgeprägtem Rocker-Anteil.